B - C - Krebs von A - Z (Glossar)
B
Benigner Tumor
„Gutartige“ Wucherung, die keine Metastasen bildet.
Benzpyren
Nachweissubstanz für etwa 100 Verbindungen (polyzyklische aromatische
Kohlenwasserstoffe, PAK), die z. B. beim Verbrennen von Kohle, Holz etc. entstehen
und stark krebserregend sind.
Betreuungsverfügung
siehe Patientenverfügung
Bioassay
Verfahren, bei dem die Wirkung eines bestimmten Medikaments untersucht
wird. Das geschieht, indem die Wirkung dieser Testdroge mit der eines
Standard-Medikaments auf ein biologisches System erglichen wird. Zum
Beispiel wird gemessen, in welchem Ausmaß die Magensäureproduktion
durch zwei verschiedene Medikamente gehemmt wird.
Biologische Therapie
Behandlung zur Stimulierung des Immunsystems, damit dieses
Krankheiten besser abwehren kann; wird auch Immuntherapie genannt.
Biopsie
Entnahme von Gewebe durch Punktion (Feinnadelbiopsie) oder Probeexzision
(Exzision). Diese Gewebeprobe wird histologisch (Histologie)
oder zytologisch (Zytologie) auf ihre Beschaffenheit untersucht. Damit
können gutartige oder bösartige Veränderungen festgestellt werden.
Bisphosphonate
Substanz, die dem Abbau von Knochensubstanz (z. B. bei Metastasen im
Knochen) entgegenwirkt.
Blutbild
Bestimmung der Zahl von roten und weißen Blutkörperchen sowie
Blutplättchen in einer Blutprobe. Daher rotes und weißes Blutbild.
Blutstammzelltransplantation
Siehe Stammzelltherapie.
B-Lymphozyten
B-Zellen, Form von Lymphozyten, die im Knochenmark entstehen. Sie
kommen in verschiedenen Teilen des Lymphsystems vor und sind Vorläufer
der Plasmazellen. Diese Plasmazellen sind vermutlich die
Hauptproduzenten der Antikörper.
Bösartige Erkrankung
Krebserkrankung.
Brachytherapie
Lokale Strahlenbehandlung, auch interstitiell genannt. lonisierende Strahlen
werden mittels Kanülen in den Tumor eingebracht.
Brusterhaltende Operation
Wann immer möglich (z. B. der Tumor nicht zu groß ist) entscheidet der
Chirurg, die Brust als Organ zu erhalten.
Brustzentren
Parallel mit der Einführung des Disease-Management-Programms Brustkrebs entstehen in Deutschland zurzeit so genannte Brustzentren. In diesen hoch spezialisierten Einrichtungen, laufen alle Diagnose- und Behandlungsschritte, welche die Brustkrebserkrankung erforderlich macht, zusammen und werden auf Basis qualitätsgesicherter Richtlinien aufeinander abgestimmt. Durch eine enge Zusammenarbeit der verschiedensten Fachgebiete lässt sich die Behandlung optimieren. Der enge Kontakt zu niedergelassenen Ärzten, Instituten und Selbsthilfegruppen ist ein wesentlicher Bestandteil der Brustzentren.
Um Qualitätsstandards für die Brustkrebsbehandlung zu setzen, haben die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Senologie ein Zertifizierungsverfahren für Brustzentren entwickelt, das auf evidenzbasierten Leitlinien basiert. In einem Kriterienkatalog sind zum Beispiel die Qualifikation von Ärzten und Pflegekräften, die Mindestmenge an Brustoperationen sowie die räumliche und apparative Ausstattung der Zentren festgelegt. Ob ein Zertifikat erteilt werden kann, entscheiden externe Experten nach Prüfung der Anforderungen. Zugelassene Krankenhäuser sind verpflichtet, einrichtungsintern ein Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln. Nach drei Jahren wird eine Re-Zertifizierung durchgeführt.
In Schleswig-Holstein haben sich acht Brustzentren gegründet, die bislang noch nicht zertifiziert sind. Die Adressen finden Sie hier.
Text: SHKG
Linktipps zum Thema Brustkrebs:
Frauenselbsthilfe nach Krebs
Mammazone
Krebsinformationsdienst – Stichwort Brustkrebs
C
Carcinoma in situ
Vorstufe einer Krebserkrankung.
CEA
Abkürzung für carcinoembryonales Antigen. Ein Protein, das zur Verlaufsbeobachtung von Krebserkrankungen besonders des Magen-Darm-
Trakts benutzt wird. Es kommt bei manchen Krebserkrankungen im Blut vor,
aber auch bei gutartigen Veränderungen sowie manchmal bei völlig gesunden
Menschen.
Chemoprävention
Sekundäre Pflanzenstoffe, die keine einheitliche chemische Gruppe bilden
und auch keinen einheitlichen Wirkmechanismus besitzen. Ihnen wird nachgesagt,
dass durch ihren Verzehr Krebserkrankungen vorgebeugt werden
kann.
Chemotherapie
Behandlung mit Zytostatika, in deren Verlauf Tumorzellen abgetötet oder
am Wachstum gehindert werden. In der modernen Chemotherapie versucht
man, gesunde Zellen möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Chirurgischer Eingriff
Operativer Eingriff.
Chordotomie
Chirurgische Durchtrennung eines Nervenstrangs, der vom Rückenmark
abgeht. Wird durchgeführt, um einen Schmerz zu behandeln, der sich auf
keine andere Weise lindern lässt.
Chorionkarzinom
Seltener Tumor in der Gebärmutter, kann allein durch Chemotherapie vollständig geheilt werden.
Chromatographie
Methode zur Trennung und Untersuchung verschiedener chemischer oder
biologischer Substanzen.
Chronisch
Langsam sich entwickelnd oder verlaufend; Gegensatz: akut.
Computertomographie
Schichtweises Röntgen mit Computersteuerung. Die einzelnen Schichten
werden durch den Computer zusammengesetzt, so dass sich ein dreidimensionales
Bild ergibt, auf dem auch besonders kleine Tumore oder
Metastasen sichtbar sind.
