L - M - Krebs von A - Z (Glossar)

L

Laparaskopie
Besichtigung der Bauchhöhle mit einem Spiegelinstrument (Endoskop). Es wird durch die Bauchdecke eingeführt.

Laparatomie
Operative Eröffnung der Bauchhöhle, so genannter Bauchschnitt.

Leukämie
Krebserkrankung des Blut bildenden Systems, betrifft vor allem das Knochenmark und die Lymphknoten. Sie ruft in der Regel eine Überproduktion von weißen Blutkörperchen hervor. Man unterscheidet zwischen
akuten Leukämieformen, die schnell und heftig auftreten, und chronischen, die langsam fortschreiten.

Leukopenie
Verminderung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Blut.

Leukozyten
Weiße Blutkörperchen; werden in verschiedene Formen unterteilt, u.a. in Lymphozyten; übernehmen bestimmte Funktionen im Immunsystem.

Liquor
Nervenwasser, was das gesamte Gehirn und das Rückenmark umspült. Es füllt auch die einzelnen Hirnkammern aus.

Lokalanästhesie
Örtliche Betäubung.

Lokalrezidiv
Erneutes Auftreten eines Tumors an einer bereits vorher behandelten Stelle, Gegensatz Metastase.

Lymphdrainage
Spezielle Behandlungsform des Lymphödems. Die angestaute Lymphe wird durch vorsichtiges Ausstreichen zum Abfließen gebracht.

Lymphe
Trübe, hellgelbe Flüssigkeit, die aus weißen Blutzellen (Lymphozyten), Antikörpern und bestimmten Nährstoffen besteht und im gesamten Körper zirkuliert.

Lymphödem
Anschwellen eines Körperteils durch einen Abfluss-Stau der Lymphe; kann durch Operationsnarben oder Tragen von einengender Kleidung entstehen, aber auch eine Tumorneubildung anzeigen; Sonnenbaden und Sauna kann das Lymphödem verstärken.

Lymphom
Jede Geschwulst des Lymphgewebes, egal ob gutartig oder bösartig.

Lymphome, maligne
Bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems. Sie werden in zwei Hauptgruppen unterteilt: Morbus Hodgkin und Non-Hodgkin.

Lymphosarkom
Bösartige Geschwulst des Lymphsystems.

Lymphozyten
Zellbestandteile des Blutes (gehören zu den Leukozyten) und Bausteine des Immunsystems. Dienen der Abwehr von Krankheiten und körperfremden Stoffen.

Lymphsystem
Dient als Filteranlage gegen körperfremde Stoffe und ist darüber hinaus an der Spezialisierung der Lymphozyten beteiligt.

M

Makrophage
Sonderform der weißen Blutkörperchen; Wanderzellen, die sich an der Abwehr von Entzündungen beteiligen.

Maligner Tumor
Bösartiger Tumor, der wachsen und sich auf das umliegende Gewebe ausbreiten kann. Bei manchen Tumorformen lösen sich Tumorzellen ab und entwickeln sich in anderen Organen weiter (Metastase).

Mamma
Medizinischer Fachbegriff für die weibliche Brust (Mehrzahl: Mammae).

Mammographie
Röntgenverfahren zur Darstellung des Brustgewebes, ermöglicht häufig den Nachweis eines Tumors, bevor dieser als Knoten tastbar ist.

Marker
Körpersubstanz, deren Vorhandensein auf einen Tumor oder andere Erkrankungen hinweist.

Mastektomie
Entfernung der weiblichen Brust; je nach Umfang unterscheidet man: Subkutane M., bei der das Brustdrüsengewebe entfernt wird. Erweiterte M., hier werden Brustdrüsengewebe, Teile der Brusthaut sowie die Lymphknoten im Bereich der Achselhöhle entfernt. Radikale M., hier werden zusätzlich der kleine und der große Brustmuskel ganz oder teilweise entfernt.

Mastopathie
Gutartige Erkrankung des Brustdrüsengewebes. Im Laufe der Zeit können bestimmte Formen der Mastopathie bösartig (maligne) werden.

Medulloblastom
Bösartiger Tumor des Kleinhirns, häufigster bösartiger Gehirntumor im Kleinkindalter.

Melanom
Bösartiger Tumor, der in den pigmentbildenden Hautzellen entsteht.

Meningeale Carcinomatose
Ausbreitung von Krebszellen in den Gehirnhäuten.

Menopause
Der Zeitpunkt nach der letzten Monatsblutung; bedingt durch das Nachlassen der Funktionsfähigkeit der Eierstöcke (Ovarien); liegt bei europäischen/amerikanischen Frauen meistens zwischen dem 47. und 52. Lebensjahr.

Metabolische Reaktion
Summe der biochemischen Reaktionen, die zur Herstellung und/oder Zerlegung einer Substanz notwendig ist.

Metabolismus
Der Stoffwechsel, Gesamtheit aller chemischen und physikalischen Vorgänge, durch die lebende Substanz erzeugt und erhalten wird.

Metastase, Metastasieren
Tochtergeschwulst, das im Gegensatz zum Lokalrezidiv entfernt vom Ursprungsherd an einer anderen Stelle im Körper entsteht. Die Ausbreitung der Tumorzellen erfolgt meist über die Blut- und Lymphbahnen.

Mistel
Heilpflanze, die von dem Anthroposophen Rudolf Steiner 1920 zum Einsatz in der Krebstherapie empfohlen wurde. Der wässrige Auszug der Pflanze wird in der Regel unter die Haut gespritzt (subcutane Injektion). Mistelpräparate gibt es auch als homöopathisch verarbeitete Präparate.

Mitochondrium
Organell der Zelle, in dem die meisten Energie erzeugenden Stoffwechselvorgänge stattfinden.

Mitose
Vorgang der Zellkernteilung oder Zellreproduktion.

Mitotischer Index
Zellteilungsindex; Zahl der Zellen einer Zellgruppe, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Teilung befinden. Der normale Teilungsindex der meisten Körpergewebe ist heute bekannt; weicht ein Gewebe stark davon ab, kann das ein Hinweis auf tumorartige Veränderungen sein.

Mitotischer Zyklus
Zellzyklus, die verschiedenen Stadien des Zellwachstums: 1. Ruhephase. 2. Synthese, in der die DNA des Zellkerns verdoppelt wird. 3. Wieder Ruhephase. 4. Mitosephase, in der die Chromosomensätze verdoppelt werden und sich die Mutterzelle in zwei identische Tochterzellen teilt. Die meisten Zytostatika greifen in die 2. und 4. Phase ein.

Molekül
Verbindung mehrerer Atome, die eine bestimmte Substanz ergibt.

Monoklonale Antikörper
Gentechnologisch hergestellte, hochspezifische Antikörper, die sowohl zur Diagnose als auch zur Therapie von Tumorerkrankungen eingesetzt werden können.

MOPP
Medikamentenkombination aus Mustinhydrochlorid, Oncovin, Procarbazin und Prednison. Wird zur Therapie von Morbus Hodgkin verwendet.

Morbidität
Krankheitshäufigkeit.

Mortalität
Sterblichkeit.

Multiples Myelom
Bösartiger Tumor des Knochenmarks.

Mutagen
Faktor, der zu vermehrten Mutationen führt. Die meisten Mutagene sind zugleich Kanzerogene und umgekehrt.

Mutation
Genetische Veränderung einer Zelle. Veränderungen in Ei- oder Samenzellen können vererbt werden.

Myelom
Bösartiger Tumor des Knochenmarks, meistens Multiples Myelom.

Mykosen
Erkrankungen, die durch Pilze verursacht sind.

Krebs von A - Z (Glossar)



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