T - Krebs von A - Z (Glossar)

T

Teratom
Komplizierte Mischgeschwulst, die in Keimdrüsen oder Leibeshöhlen vorkommt, stammt von Keimzellen ab.

Therapie-Studien
Siehe Studien.

Thermographie
Untersuchungsmethode, Technik zum Nachweis verschiedenerTemperaturen im Körper. Möglicherweise deuten besonders heiße Stellen auf Infektionen, Tumore oder andere Erkrankungen hin.

Thrombose
Bildung eines Blutgerinnsels in Venen oder Arterien.

Thrombozyten
Blutplättchen, leiten die Blutgerinnung ein.

TNM-Klassifikation
Gruppeneinteilung bösartiger Tumore nach ihrer Ausbreitung. T bedeutet Tumor; N bedeutet regionäre Lymphknoten (Nodi); M bedeutet Fernmetastasen. Durch die Zuordnung von so genannten lndexzahlen wird das genaue Ausbreitungsstadium eines Tumors näher beschrieben. Stadium 1 ohne Lymphknotenbeteiligung und ohne Metastasen würde dann so beschrieben: T1 N0 M0

Tomographie
Röntgendiagnostisches Verfahren, das eine Reihe von dünnen Querschnitten durch das Untersuchungsgebiet erzeugt. Heute durch die Computertomographie abgelöst.

Toxizität
„ Giftigkeit“, übertragen: Nebenwirkungen.

Transformation
Veränderung der Zellen in Form und Wachstumsverhalten. Bei Gewebekulturen ist damit gemeint, dass der Mechanismus verloren geht, der die Zellen daran hindert, ungehindert weiterzuwachsen.

Transkription
Übertragung von genetischer Information von DNA auf RNA.

„Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion“
Bei der allogenen Stammzelltherapie besteht die Gefahr einer „Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion“, wobei die Spender-Lymphozyten sich gegen Empfänger-Gewebe wenden. Durch entsprechende Medikamente kann diese Reaktion meist verhindert werden.

Trauerbegleitung / Umgang mit Trauer
Der Verlust eines geliebten Menschen löst in uns tiefe Gefühle, Verzweiflung, manchmal auch seelische Abgründe aus.

Nüchtern betrachtet ist Trauer ein Schmerz, der empfunden wird, wenn Menschen einen Verlust erleiden. Sie tritt nicht nur im Zusammenhang mit dem Tod auf, sondern begegnet uns in jedem Lebensalter und zu unterschiedlichen Anlässen, beispielsweise bei der Trennung von einem Partner, dem Aufgeben von lang gehegten Hoffnungen oder dem Abschied von Freunden, die umziehen. Trauer ist genauso wie Glück und Freude etwas ganz Natürliches und gehört zum Alltag.

Trauer ist eine ganz normale Reaktion, ein Bemühen der Seele, den Verlust zu begreifen. Trotzdem erleben die meisten Menschen Trauer in unterschiedlichem Maß als tiefe seelische Erschütterung. Sie wird als Ausnahme- und Grenzsituation erfahren, die den alltäglichen Lebensrhythmus stört und deshalb möglichst unterdrückt wird. Aber verborgene, verdrängte und zurückgehaltene Trauer kann seelisch und körperlich krank machen. Das bewusste Durchleben aller Gefühle, das Akzeptieren des Todes und der damit verbundenen Schmerzen ist wichtig und hilft, den Verlust zu verarbeiten.

Auch wenn Trauer zahlreiche Facetten hat und es deshalb keine allgemeingültigen Regeln für den Umgang mit Trauer gibt, werden Phasen beschrieben, die in unterschiedlicher Dauer und Intensität zu einem typischen Trauerprozess gehören.

Phase des Schocks
Wer vom Tod eines geliebten Menschen erfährt, reagiert meist mit einem Schock-Zustand, der wenige Stunden bis Tage anhält. Er fühlt sich oft erstarrt, versteinert oder „wie gelähmt“, kann nicht glauben, dass der Kranke wirklich tot ist oder reagiert mit einem Gefühlsausbruch. In diesem Stadium ist es wichtig, dem Trauernden das Gefühl zu geben, dass er genauso sein darf wie er fühlt und niemand ihm beispielsweise ausbleibende Tränen zum Vorwurf macht. Oft können gerade in dieser ersten Trauerphase Außenstehende mit Erfahrung, wie beispielsweise der Pfarrer oder der Bestatter, Halt geben.

Phase der aufbrechenden Gefühle
Die Zeit bis zur Bestattung ist meist geprägt von Erledigungen und organisatorischen Dingen, die den Verlustschmerz in den Hintergrund drängen. Nach der Beerdigung brechen diese Kontrollmechanismen häufig auf. Der Trauernde erlebt heftige Gefühle der Verzweiflung, Angst, Hilflosigkeit und Einsamkeit. Häufig sind Trauernde wütend auf den Verstorbenen und auf sich selbst. Auch Schuldgefühle und begleitende körperliche Beschwerden, wie Ruhelosigkeit, Konzentrationsstörungen, Appetitverlust usw. gehören zum Alltag. Angehörige und Freunde von Trauernden sollten diese Gefühlsausbrüche in keinem Fall beschwichtigen oder abwerten, denn sie sind meist ein befreiendes und heilendes Geschehen. Unterstützend wirken Geduld und die Bereitschaft zuzuhören.

Phase des Rückzugs
Nach den heftigen Gefühlsausbrüchen folgt häufig die Phase des Rückzuges, die von apathischem Verhalten, Selbstmordgedanken oder Flucht vor der Realität begleitet werden können. Auch diese Phase der „inneren Abgestorbenheit“ ist ein Teil des Trauerprozesses, der für die psychische Gesundheit des Trauernden wichtig ist. Nähe zu vertrauten Menschen, die zuhören und den Angehörigen ermuntern, seine Gedanken mitzuteilen, fördert den Trauerprozess.

Phase der Neuorientierung und des inneren Gleichgewichtes
In dieser Phase hat der Trauernde den Verlust akzeptiert und sich eine neue Position zum Verstorbenen erarbeitet. Damit eröffnen sich neue Lebensmuster und Entfaltungsmöglichkeiten, die dem Leben einen Sinn geben. Er fühlt sich im Gleichgewicht und beschreitet neue Lebenswege.

Trauer braucht ihre eigene Zeit. Die Art des Trauerns ist so einzigartig wie jeder Mensch selbst. Regeln für die „richtige Art“ des Trauerns kann es deshalb nicht geben. Nehmen Sie sich die Zeit zum Trauern, die Sie brauchen und lassen Sie sich von anderen nicht unter Druck setzen. Geduld, der liebevolle Umgang mit und das JA zu sich selbst legen den Grundstein der Trauerarbeit. Versuchen Sie, sich in Ihren Gefühlen anzunehmen und sich den Weg zu sich selbst leicht zu machen. Alle Empfindungen sind gerechtfertigt und dürfen sein.

Auch Unterstützung von Freunden, Verwandten, ihrem Arzt, einem Seelsorger, Psychotherapeuten oder ein Gesprächskreis für Trauernde können hilfreich sein. Sie müssen nicht alles alleine lösen. In der Datenbank finden sie Organisationen und Einrichtungen, die Ihnen gerne helfen, die für Sie richtige Unterstützung zu finden.

Text: Anja Pfaff, Flensburg

Trauma/Traumata
Verletzung durch körperliche oder seelische äußere Einwirkungen.

Tumor
Jede gutartige (benigne) oder bösartige (maligne) Geschwulst ist ein Tumor; der Begriff ist in der Medizin völlig wertneutral.

Tumormarker

Körpereigene Substanzen, die von wachsenden Neoplasmen (Neoplasma) vermehrt gebildet und in Blut abgegeben werden. Der Nachweis dieser Tumormarker im Blut oder Urin des Patienten dient hauptsächlich der Verlaufsbeobachtung und ergänzt weitere klinische Untersuchungen.

Krebs von A - Z (Glossar)



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