Seminar für Leitungen von Selbsthilfegruppen

Einer trage des anderen Last...
Geht das überhaupt? Und wenn ja, ist es sinnvoll?

Frau im Gespräch

 Im Oktober 2014 bot die Krebsgesellschaft erstmalig ein Seminar für Leitungen von Krebsselbsthilfegruppen an. Thematischer Schwerpunkt war die Frage nach Belastungen, die für Angehörige von Krebspatienten durch die Erkrankung entstehen.

Dank der Förderung durch die AOK Nordwest war die Teilnahme an diesem Angebot kostenlos. Am 29. Oktober  2014 kamen 19 Teilnehmer unter der Leitung von Dipl. Psych. Karin Lausmann und Dipl. Psych. Lars Mandelkow in der Sparkassenakademie Kiel zusammen.

Die Besucher des Seminars repräsentierten eine sehr bunte Mischung aus dem Bereich der Selbsthilfegruppen. Sowohl das überregionale Selbsthilfenetzwerk für Männer mit Brustkrebs, als auch die Regionalgruppe der bereits seit Jahrzehnten implementierten Deutschen ILCO waren vertreten.

So verschiedenen die Hintergründe der Gruppen auch sein mögen, sie alle werden geeint in der Frage danach, wie Familie und Freunde von der Krankheit mitbetroffen werden. Denn wenn ein Mitglied einer Familie die Diagnose Krebs erhält, trägt zunächst einmal jedes Mitglied seine ganz eigene Last. Dabei ist nicht gesagt, dass die Last der Erkrankten zu jeder Zeit die schwerste ist. Gegenseitige Unterstützung gelingt da am besten, wo die Kommunikation funktioniert und die Beteiligten voneinander wissen, was schwer fällt und was jeder beitragen kann.

In dem Vortragsseminar konnten die Teilnehmer anhand einer so genannten Familienskulptur, der Aufstellung einer "Beispielfamilie", die Belastungen jedes Einzelnen hautnah erleben. Sie reflektierten und diskutierten wie Bedürfnisse und Ressourcen in betroffenen Familien verteilt sein können. Welche erschwerenden und erleichternden Bedingungen es für die familiäre Kommunikation gibt und wie das Thema der Belastung Angehöriger in den Selbsthilfegruppen thematisiert wird. Dann diskutierte die Gruppe anhand provokativer Thesen die Stellung Angehöriger im Freundeskreis, in der Öffentlichkeit sowie im medizinischen System.
Ein Kurzvortrag zu aktuellen Erkenntnissen zu den Belastungen Angehöriger rundete das Seminar ab, so dass die Anwesenden sich schließlich in einem lebhaften Austausch mit der Rolle Angehöriger in der eigenen Arbeit auseinandersetzen konnten.

Die Teilnehmer empfanden die Möglichkeit zu intensivem Austausch untereinander als sehr wertvoll und äußerten sich zum Abschluss sehr zufrieden mit der Veranstaltung.

Nach diesem erfolgreichen Start sollen weitere Angebote dieser Art folgen. Bei Interesse informieren Sie sich bitte in der Geschäftsstelle der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft unter 0431/8001080 oder per Mail an info@krebsgesellschaft-sh.de.



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