Skip to content

Sommer, Sonne, Wassersport – für viele Menschen in Schleswig-Holstein gehört diese Kombination einfach dazu. Ob Segeln, Stand-up-Paddling, Rudern, Kanufahren oder ein entspannter Tag am Strand: Die Zeit auf dem Wasser tut gut, bringt Bewegung in den Alltag und sorgt für schöne Erlebnisse in der Natur. Was viele jedoch unterschätzen: Gerade auf dem Wasser ist die Belastung durch UV-Strahlung besonders hoch.

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 27.000 Menschen neu an schwarzem Hautkrebs. Hinzu kommen etwa 240.000 Neuerkrankungen an weißem Hautkrebs. Fachleute gehen davon aus, dass die Zahl der Erkrankungen weiter zunimmt. Die wichtigste vermeidbare Ursache ist UV-Strahlung. Deshalb kommt dem Sonnenschutz eine besondere Bedeutung zu – vor allem bei Freizeitaktivitäten auf dem Wasser.

Wasser verstärkt die UV-Belastung

Während die Sonne von oben auf die Haut trifft, reflektiert die Wasseroberfläche zusätzlich einen Teil der UV-Strahlen. Dadurch erreicht die Strahlung den Körper aus mehreren Richtungen. Wind und kühlendes Wasser sorgen gleichzeitig dafür, dass die Hautbelastung oft kaum wahrgenommen wird.

Die Folge: Sonnenbrände entstehen häufig schneller als gedacht.

Dabei gilt: Jeder Sonnenbrand schädigt die Haut. Besonders wiederholte UV-Belastungen und Sonnenbrände erhöhen das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.

Mit unseren UV-Index-Karten lässt sich in nur 30 Sekunden ermitteln, welcher UV-Schutz nötig ist. Foto: SHKG

Sonnencreme richtig auswählen und anwenden

Eine gute Sonnencreme ist ein zentraler Bestandteil des UV-Schutzes – ersetzt aber niemals Kleidung, Schatten oder umsichtiges Verhalten im Freien.

 

Foto: pexels/kaboopics

 

Wichtige Kriterien für eine geeignete Sonnencreme sind:

  • Schutz vor UV-B- und UV-A-Strahlung
  • Hoher Lichtschutzfaktor (LSF/SPF): mindestens 30 für Erwachsene, 50 für Kinder
  • Gute Hautverträglichkeit und möglichst pflegende Eigenschaften (z. B. dermatologisch getestet)
  • Wasser- und schwitzfest, besonders wichtig beim Wassersport
  • Für Kinder geeignet und idealerweise hypoallergen
  • Gute Verteilbarkeit für ein gleichmäßiges Auftragen ohne Lücken
  • Haltbarkeit prüfen: Angaben auf der Verpackung beachten und geöffnete Produkte nicht über das empfohlene Datum hinaus verwenden

Ebenso entscheidend ist die richtige Anwendung: Sonnencreme sollte großzügig auf alle unbedeckten Hautstellen aufgetragen werden – auch an Ohren, Nacken, Fußrücken oder schwer erreichbaren Stellen. Zudem gilt: etwa 30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien auftragen, damit sich der Schutzfilm gut entfalten kann.

Sonnenschutz beim Wassersport: Mehr als nur Sonnencreme

Ein wirksamer Schutz besteht aus mehreren Bausteinen:

  • Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung besonders intensiv – in dieser Zeit ist Sonnenschutz besonders wichtig
  • Sonnencreme idealerweise etwa 30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien auftragen
  • Die Haut verfügt je nach Hauttyp nur über eine begrenzte Eigenschutzzeit
  • Sonnencreme unterstützt dabei, die Haut vor UV-Strahlung zu schützen
  • Für einen zuverlässigen Schutz sollte regelmäßig nachgecremt werden
  • Auch im Schatten und bei bewölktem Himmel kann UV-Strahlung die Haut belasten
  • Sonnenbrille, Kopfbedeckung und leichte Kleidung ergänzen den Sonnenschutz sinnvoll

Wichtig zu wissen: Nachcremen erhält den Schutz, verlängert jedoch nicht die individuelle Schutzzeit der Haut.

Hautveränderungen früh erkennen

Neben dem Sonnenschutz spielt auch die Früherkennung eine wichtige Rolle. Veränderungen an Muttermalen oder anderen Hautstellen sollten aufmerksam beobachtet werden.

Eine hilfreiche Orientierung bietet die sogenannte ABCDE-Regel:

  • A wie Asymmetrie
  • B wie Begrenzung
  • C wie Colorit (Farbe)
  • D wie Durchmesser
  • E wie Entwicklung

Verändert sich eine Hautstelle sichtbar, sollte dies ärztlich abgeklärt werden. Früh erkannt bestehen bei Hautkrebs häufig sehr gute Behandlungsmöglichkeiten.

Quelle: Prof. Dr. N.H. Brockmeyer, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum

Es geht nicht darum, die Sonne oder den Wassersport zu meiden. Es geht darum, die Zeit im Freien sicher zu genießen – und die eigene Haut langfristig zu schützen.

An den Anfang scrollen