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Foto: pexels/kaboopics

Spaziergänge am Wasser, Zeit am Strand oder aktive Stunden auf dem SUP – gerade in Schleswig-Holstein gehört das Leben im Freien einfach dazu. Umso wichtiger ist es, die Kraft der Sonne nicht zu unterschätzen. Im Aktionsmonat Mai setzen wir ein klares Zeichen für mehr Aufklärung zum Thema UV-Schutz.

Denn die Zahlen sind deutlich: Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 27.000 Menschen an schwarzem Hautkrebs und etwa 240.000 an weißem Hautkrebs. Viele dieser Erkrankungen könnten durch konsequenten Sonnenschutz vermieden werden.

Sonnenschutz beginnt im Alltag

Als zentrales Urlaubs- und Freizeitland mit direkter Nähe zur Küste spielt das Thema Sonnenschutz in Schleswig-Holstein eine besondere Rolle. Ob beim Segeln, Stand-up-Paddling oder beim Aufenthalt am Strand – viele Wassersportarten finden ohne natürlichen Schatten statt. „Die Haut ist dadurch oft einer intensiveren Belastung ausgesetzt, als vielen bewusst ist“, sagt Projektleiterin Maxi Liekfeldt.

Gerade in den Mittagsstunden zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Belastung besonders hoch. In dieser Zeit ist ein konsequenter Sonnenschutz entscheidend. „Wir geben hierfür UV-Index-Karten aus, die auf einen Blick zeigen, wie stark die UV-Strahlung ist und welche Schutzmaßnahmen empfohlen werden“, sagt Liekfeldt. „Wichtig zu beachten: Auch im Schatten ist die UV-Belastung nicht zu unterschätzen und kann die Haut schädigen.“

Eincremen bleibt dabei die Grundlage:

  • etwa 30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien
  • mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor
  • und regelmäßigem Nachcremen

„Nachcremen sorgt dafür, dass der Schutz aufrechterhalten wird, verlängert allerdings nicht die ursprüngliche Schutzzeit“, betont Liekfeldt „Viele Menschen unterschätzen, wie schnell die Haut, etwa durch Schwitzen, Wasser oder Abrieb, trotz Sonnencreme wieder ungeschützt sein kann. Konsequenter Sonnenschutz ist deshalb keine Einmalmaßnahme, sondern sollte ein wichtiger Teil des Alltags sein.“

Auch die Geschäftsführung der Krebsgesellschaft unterstreicht die Bedeutung der Aufklärung: „Hautkrebs ist in vielen Fällen vermeidbar. Prävention bedeutet, Wissen zu vermitteln und Menschen darin zu stärken, ihre Gesundheit aktiv zu schützen. Jeder Sonnenbrand ist einer zu viel“, so Kirsten Walsemann.

Comments (2)

  1. „Die Sonne nicht unterschätzen“
    …lautet ein Artikel im Reklameblättchen PROBSTEER. Die Überschrift würde ich noch gutheißen, wenn auf die Wichtigkeit der Sonne hingewiesen würde. Stattdessen wird einseitig Gefahr heraufbeschworen, vor der man sich schützen müsse. Die Lösung wird nicht etwa in einem natürlichen Umgang zum wichtigsten Lebensspender aufgezeigt, sondern als Sonnenschutz in Form von Creme, verdeutlicht durch das Foto mit einer XL-Tube. Diese Chemikalien verschmutzen unsere Umwelt über alle Maßen und sind mitunter schon in Speisefischen nachweisbar.
    Ich gehe davon aus, dass Ihre Stiftung von der einschlägigen Industrie unterwandert ist und Sie deren Botschaft unters Volk bis hin in die Kindergärten bringen. Wer kooperiert, bekommt ein Zertifikat, als sei das Ganze eine gute Sache. Ist es meiner Meinung nach nicht, die Fördergelder dafür sollten schleunigst gestrichen werden.

    1. Vielen Dank für Ihre Zuschrift und dafür, dass Sie sich mit dem Thema Sonnenschutz auseinandersetzen.

      Wir stimmen Ihnen zu, dass die Sonne für das Leben unverzichtbar ist und zahlreiche positive Wirkungen auf den Menschen hat. Gleichzeitig ist wissenschaftlich gut belegt, dass eine übermäßige Belastung durch UV-Strahlung das Risiko für Hautkrebs und andere Hautschäden erhöht. Die Zahl der Hautkrebserkrankungen ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich angestiegen.

      Als Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft e.V. sehen wir unsere Aufgabe darin, über wissenschaftlich belegte Krebsrisiken zu informieren und Möglichkeiten der Vorbeugung aufzuzeigen. Der Hinweis, die Sonne nicht zu unterschätzen und sich bei hoher UV-Belastung zu schützen, entspricht den Empfehlungen nationaler und internationaler Fachgesellschaften und Gesundheitsorganisationen.

      Ein wirksamer Sonnenschutz umfasst verschiedene Maßnahmen. Dazu gehören insbesondere der Aufenthalt im Schatten, geeignete Kleidung, eine Kopfbedeckung sowie – wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen – die Anwendung von Sonnenschutzmitteln. Die Abbildung einer Sonnencreme in dem von Ihnen angesprochenen Beitrag sollte daher nicht als Empfehlung für die ausschließliche Nutzung von Sonnenschutzcremes verstanden werden.

      Ihre Sorge hinsichtlich möglicher Umweltauswirkungen einzelner UV-Filter nehmen wir zur Kenntnis. Diese werden wissenschaftlich untersucht und diskutiert. Unabhängig davon bleibt die Empfehlung bestehen, sich vor übermäßiger UV-Strahlung zu schützen, da deren gesundheitliche Risiken gut belegt sind.

      Die Vermutung, unser Verein beziehungsweise unsere Präventionsangebote seien von wirtschaftlichen Interessen beeinflusst, weisen wir zurück. Unsere Empfehlungen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Krebsprävention und nicht auf wirtschaftlichen Interessen. Ziel unserer Arbeit ist ausschließlich die Verringerung des Krebsrisikos in der Bevölkerung.

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