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Mittendrin zwischen den Schülerinnen und Schülern der Klasse 6d des Lessing Gymnasiums in Norderstedt steht ein kleiner weißer Roboter auf dem Tisch. Dieser sogenannte Avatar wird von allen liebevoll „Lotti“ genannt. Dahinter steckt die elfjährige Carlotta, die seit den Herbstferien letzten Jahres nicht mehr zur Schule gehen kann, da sie an Krebs erkrankt ist.

Das Projekt „Mittendrin“ der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft ermöglicht Kindern und Jugendlichen mit einer Krebserkrankung die Teilhabe am Schulleben und bietet ihnen mit dem Avatar eine Art Stellvertreter. Mithilfe des kleinen Telepräsenzroboters AV1 des norwegischen Start-Ups No Isolation kann das erkrankte Kind den Schulunterricht über einen Livestream verfolgen und mit den Mitschülerinnen und Mitschülern in Kontakt treten.

Katharina Papke und Ministerin Karin Prien im Gespräch mit „Lotti“.
© Bildungsministerium

Während des Besuchs von Bildungsministerin Prien und Katharina Papke, Geschäftsführerin der Krebsgesellschaft, sitzt Carlotta also zu Hause und verfolgt das Geschehen in ihrer Klasse über den Avatar. Per eingebauter Kamera und Mikrofon im Avatar wird Bild und Ton auf ihr Tablet übertragen. Über eine App kann die Schülerin auch die Bewegungen des Avatar steuern, sich per Blinklicht melden oder Emotionen über verschiedene Gesichtsausdrücke auf dem Avatar, zeigen.

Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler können mit Carlotta sprechen, sie jedoch nicht sehen. „Das ist so gewollt“, sagt Katharina Papke. „Denn es kann ja auch mal sein, dass das kranke Kind sich nicht so gut fühlt und nicht gesehen werden möchte.“ Auf die Nachfrage von Ministerin Prien antwortet Carlotta heute, dass sie sich ganz gut fühlt und zeigt dies mit einem Lächeln des Avatar. Auch die Klasse mag den Avatar, da sie so in Kontakt mit ihrer Klassenkameradin bleiben können. Trotzdem vermissen sie die „echte Lotti“ und freuen sich, wenn sie vielleicht nach den Sommerferien wieder in die Klasse zurückkehren kann.

Weitere Informationen zum Projekt „Mittendrin“ finden Sie hier.

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